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„In Hypnose bin ich völlig willenlos und dem Hypnotiseur völlig ausgeliefert. Danach kann ich mich an nichts erinnern!“

Ich bemerke immer wieder im Gespräch mit Klienten, Klientinnen und interessierten Menschen, die sich erst einmal vorsichtig erkundigen wollen, wie groß die Berührungsängste und Vorurteile gegenüber der Hypnose sind. Vieles, was man über Hypnose glaubt zu wissen, ist geprägt durch Filme, Bücher oder auch medienwirksam inszenierte Showhypnosen. Die Realität ist wesentlich unspektakulärer und Hypnose ist nichts, wovor man Angst haben müsste.

Bei einer Hypnose begibt sich das Bewusstsein in einen entspannten Trancezustand von unterschiedlicher Tiefe. Dieses passiert entweder unter Anleitung des Hypnotiseurs oder im Zuge einer Selbsthypnose, wo wir uns selbst darauf konzentrieren, bewusst in den Zustand der Entspannung zu gehen – ähnlich, wie es häufig von  Entspannungstechniken, wie dem Autogenem Training oder auch der Meditation bekannt ist.

Unserem Körper ist der Trancezustand sehr vertraut, denn ohne es zu merken, sind wir jeden Tag viele Male in Trance. Beispielsweise beim sogenannten „Tagträumen“, wo unser Bewusstsein so sehr mit inneren Bildern und Vorstellungen beschäftigt ist, dass wir unser aktuelles Umfeld für eine Zeit komplett ausblenden. Auch unser Schlaf führt während der Einschlaf- und der Aufwachphase über einen Trancezustand, bei welchem wir meist noch halb in unserer Traumwelt sind, aber auch Umgebungsgeräusche (z.B. Stimmen oder Türenschlagen im Treppenhaus) bereits deutlich wahrnehmen können.

Die Hypnosetechnik nutzt nun diesen Trancezustand, um über Suggestionen das Bewusstsein auf bestimmte Prozesse oder Erinnerungen zu fokussieren und mit ihnen zu arbeiten. Dabei ist der Klient zwar sehr entspannt, bekommt aber dennoch jede Anweisung und Suggestion bewusst mit und kann sich nachher auch an alles erinnern.

Die wichtigste Voraussetzung für Hypnose ist die Bereitschaft des Klienten sich darauf einzulassen. Niemand geht gegen seinen Willen in Hypnose. Und niemand kann dich in Trance dazu bringen etwas zu tun, was du nicht auch im Wachzustand bereit wärst zu tun. Lediglich das „kritische Beurteilen“ bzw. die Hemmschwelle sind in Trance etwas herabgesetzt. So erlangt man beispielsweise in Trance leichter Zugang zu Gefühlen, die man im Alltagsbewusstsein unter Verschluss hält. Und genau deswegen kann Hypnose so tiefgreifende Veränderungsprozesse auslösen und beeindruckende Ergebnisse erzielen.

Die Wirkweise von Hypnose lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:

Es ist vergleichbar mit einem Wanderer und einem Bergführer. Der Wanderer engagiert den Bergführer, um einen Gipfel zu besteigen. Er erläutert im Vorfeld ganz genau seine Wünsche, Ziele und was ihm auf dem Weg dorthin wichtig ist. Der Bergführer plant daraufhin die Route und passt sie der Kondition und den Bedürfnissen des Wanderers an. Während der Tour vertraut sich der Wanderer dann dem Fachmann an, denn er kennt den Berg und weiß am besten, wie man solide und sicher auf den Gipfel gelangt.

Hypnose ist schlicht und einfach echte Teamarbeit und lebt von der Kooperation von Klient und Hypnotiseur.

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